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Vielleicht fühlen Sie sich gerade, als ob Ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Trennungsschmerz trifft viele Menschen völlig unerwartet – und doch gehört er in vielen Lebensgeschichten irgendwann dazu.
Was ich Ihnen an dieser Stelle sagen möchte: Es gibt Wege, mit diesem Schmerz umzugehen, ohne sich selbst zu verlieren. Sie dürfen traurig sein. Sie dürfen sich schwach fühlen. Und Sie dürfen darauf vertrauen, dass es Schritt für Schritt wieder leichter wird.
In dieser Kolumne finden Sie Gedanken und Impulse, die Sie durch die erste Zeit begleiten – und Sie darin bestärken, Ihren eigenen Rhythmus zu finden, wenn Sie Ihren Trennungsschmerz überwinden möchten.
Akzeptieren Sie, was ist: Traurigkeit gehört dazu
Es gibt keinen schnellen Weg das Sie den Trennungsschmerz überwinden. Gefühle lassen sich nicht einfach abstellen.
Was Ihnen hilft, ist ein liebevoller Blick auf sich selbst. Erlauben Sie sich, traurig und gekränkt zu sein. Manchmal ist es genau diese Erlaubnis, die den ersten, befreienden Schritt ermöglicht.
Sie müssen nicht stark sein. Sie müssen niemandem etwas beweisen.
Nehmen Sie wahr, was da ist. Das Zulassen Ihrer Emotionen öffnet Ihnen den Weg zurück zu Ihrer eigenen Kraft – und lässt Sie nach und nach den Trennungsschmerz überwinden.
Sorgen Sie gut für sich – gerade jetzt
Wenn das Herz schwer ist, fällt Selbstfürsorge oft besonders schwer. Trotzdem: Sie sind jetzt der wichtigste Mensch in Ihrem Leben.
Gönnen Sie sich kleine Auszeiten – auch wenn es an manchen Tagen nur wenige Minuten sind.
Essen Sie etwas, das Ihnen schmeckt. Gehen Sie an die frische Luft, wenn es möglich ist.
Schreiben Sie auf, was Sie bewegt, oder hören Sie Musik, die Sie berührt.
Niemand verlangt von Ihnen, jetzt voller Energie zu sein. Aber jeder kleine Schritt zu mehr Achtsamkeit ist ein Schritt aus dem Trennungsschmerz heraus.

Den Trennungsschmerz überwinden; Sprechen Sie über das, was Sie bewegt
Manchmal möchten wir niemanden „belasten“. Und doch – reden hilft.
Ob mit Freunden, einem Coach oder jemandem, der einfach zuhört: Das Aussprechen macht Kopf und Herz freier.
Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Sie dürfen einfach sagen, wie es Ihnen geht – ohne Maske und ohne Rücksicht darauf, ob andere vielleicht nicht alles nachvollziehen können.
Und wenn Sie lieber zuhören möchten: Es gibt viele Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht hilft Ihnen meine Videoreihe das Beziehungsalphabet – „T wie Trennung“. Dort beschreibe ich, was diese Zeit so besonders macht – und warum Abstand manchmal das Beste für beide ist.
Lernen Sie aus dem, was war
Eine Trennung bedeutet oft, dass wir uns selbst neu begegnen.
Nehmen Sie sich Zeit, um zurückzublicken – aber nicht, um sich zu quälen oder Schuld zu suchen.
Fragen Sie sich lieber:
Was habe ich aus dieser Beziehung mitgenommen?
Was möchte ich in Zukunft anders leben?
Welche Seiten von mir möchte ich mehr zeigen, welche vielleicht schützen?
Es geht nicht darum, perfekt zu werden, sondern sich selbst besser kennenzulernen und ehrlich zu begegnen. Jeder Gedanke, den Sie liebevoll und ehrlich für sich bewegen, ist ein Schritt auf Ihrem eigenen Weg, den Trennungsschmerz zu überwinden.
Halten Sie Abstand – geben Sie sich Raum
Oft fällt es schwer, nach einer Trennung wirklich loszulassen. Vielleicht kreisen Ihre Gedanken immer wieder um den Ex-Partner, vielleicht sind Sie versucht, ständig auf das Profil zu schauen oder Kontakt zu suchen.
Auch wenn es schwerfällt: Abstand ist wichtig.
Sie brauchen Raum, um wieder bei sich anzukommen, Ihre eigenen Gefühle zu sortieren und sich nicht immer wieder neu zu verletzen.
Das ist kein Egoismus, sondern ein liebevoller Schutz für sich selbst.
Lassen Sie Ihre Gedanken nicht gegen sich arbeiten
Kennen Sie das, wenn die Gedanken im Kreis laufen?
Oft sind es gerade nach einer Trennung Sätze wie:
„Ich bin nicht genug.“
„Ich hätte es verhindern müssen.“
„Ich werde nie wieder glücklich sein.“
Seien Sie wachsam für solche Schleifen. Sie sind verständlich, aber sie helfen Ihnen nicht weiter.
Ersetzen Sie sie – Stück für Stück – durch andere Sätze, zum Beispiel:
„Ich bin mehr als mein Schmerz.“
„Ich darf Zeit brauchen.“
„Es wird wieder leichter werden.“
Jeder Tag, an dem Sie sich daran erinnern, ist ein Tag, an dem Sie Ihren Trennungsschmerz überwinden.
Geben Sie sich Zeit – Sie sind nicht im Rennen
Manchmal wünschen wir uns, der Schmerz wäre „einfach weg“. Doch das Leben tickt nicht nach Stoppuhr.
Es wird Tage geben, an denen Sie sich stark fühlen – und Tage, an denen die Trauer Sie wieder einholt.
Beides ist in Ordnung.
Geben Sie sich die Zeit, die Sie brauchen.
Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Weg Sie trägt – auch, wenn Sie das Ziel noch nicht sehen.
Wenn Sie merken, dass Sie allein nicht weiterkommen, holen Sie sich Unterstützung. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen von Fürsorge sich selbst gegenüber.
Wenn die Trennung nach langer Beziehung kommt
Gerade wenn Sie viele Jahre zusammen waren, ist die Trennung eine besondere Herausforderung.
Die gemeinsame Geschichte, geteilte Erinnerungen und ein Leben, das fest miteinander verwoben war – all das macht den Abschied schwer.
Dazu habe ich einen Leitartikel geschrieben, der Sie unterstützt, wenn die Trennung nach langer Beziehung kommt.
In meinem Leitartikel zur Trennung nach langer Beziehung gehe ich noch intensiver auf diese Themen ein und zeige, wie Sie auch aus einer langen Partnerschaft wieder in Ihre eigene Kraft finden.
Sie müssen das nicht alleine schaffen. Und Sie dürfen darauf vertrauen: den Trennungsschmerz überwinden braucht Zeit. Doch er läßt nach. Manchmal bleibt etwas Wehmut, doch oft entsteht daraus eine neue, tiefe Klarheit.
Gehen Sie Ihren Weg in Ihrem Tempo – und schauen Sie liebevoll auf sich.
Gerne unterstütze ich Sie auch auf diesem Weg. Mit Klick auf den folgenden Button können Sie ein Kennenlern-/ Impulsgespräch anfragen.
Impulsgesprächhäufig gestellte Fragen zum Thema Trennungsschmerz:
Wie lange dauert Trennungsschmerz?
Jeder Mensch erlebt Trennungsschmerz unterschiedlich lange. Wichtig ist, Ihre Gefühle zuzulassen, sich Zeit zu geben und gut für sich zu sorgen. Mit jedem Tag, an dem Sie achtsam auf sich blicken, wird der Schmerz ein Stück leichter.
Was hilft am meisten gegen Trennungsschmerz?
Sich die eigenen Gefühle zu erlauben, Abstand zum Ex zu halten, offen mit vertrauten Menschen zu sprechen und kleine Schritte in Richtung Selbstfürsorge zu gehen – all das hilft, mit dem Trennungsschmerz umzugehen.
Soll ich den Kontakt zu meinem Ex-Partner abbrechen?
In den meisten Fällen ist eine Phase des Abstands sehr hilfreich, um die eigenen Gefühle zu sortieren und neue Klarheit zu gewinnen. Es geht nicht um endgültige Trennungen, sondern um den Schutz Ihres eigenen Herzens.
Wann brauche ich Unterstützung von außen?
Wenn Sie das Gefühl haben, im Schmerz steckenzubleiben oder alleine keine Lösung zu finden, kann eine Begleitung durch Coaching oder Beratung sehr hilfreich sein. Es ist ein Zeichen von Stärke, sich Unterstützung zu holen.




